Meine Meinung. Diesmal als Audiodatei

Dieser Beitrag ist eine Antwort/Ergänzung auf/zu: http://kettensaege771.wordpress.com/2013/09/30/von-gleicheren-tieren/

In der Vorstandssitzung Anfang Oktober 2012 hat der damalige Landesvorstand NRW mir nach kurzer Beratung mündlich mitgeteilt, dass sie eine Ordnungsmaßnahme gegen mich verhängen.
Das sie nicht nur gegen rechtstaatliche Prinzipien an diesem Abend verstoßen haben sondern auch gegen die eigene Satzung, ist inzwischen fast nur noch eine Randnote.
Zum einen wurde mir bis zum zitieren in die nichtöffentliche Sitzung nicht einmal mitgeteilt, dass es eine Anklage bezüglich einer Ordungsmaßnahme gegen mich gibt, zum anderen wurde mir auch nicht mitgeteilt, dass mir ein Rechtsbeistand zusteht. Das es eine „Rechtsabteilung“ im LV NRW gibt, habe ich auch erst an diesem Abend erfahren. (Versucht mal rauszufinden, WER Mitglied dieser Rechtsabteilung ist und DANN lasst Euch wieder über US-Geheimgerichte aus!)
Lediglich der Rechtsanwalt des Vorstandes war anwesend. Doch scheinbar waren auch ihm die Satzungs- und rechtmäßigen Vorgaben unbekant. Ansonsten hätte es seine Aufgabe sein sollen, die Sachlage zu klären.

Ich versuche mal das ganze in die „reale“ Welt zu übertragen:
Du bist zuhause beim Abendessen als es an der Tür klingelt. Dort stehen zwei Polizisten und fordern Dich auf, mit zum Gericht zu kommen.
Dort eingetroffen eröffnet der Richter das Verfahren, liest Dir die Anklage vor und fragt, ob Du noch etwas zu der Sache zu sagen hast. Als du das verneinst, verschwinden Richter & Ankläger (in einer Person) den Raum um nach kurzer Wartezeit das Urteil zu verkünden…

Doch das war noch nicht alles: Der Vorstand hatte nichts besseres zu tun, als schleunigst eine Pressemitteilung zu erstellen, um der ganzen Welt das „Urteil“ mitzuteilen. Dies geschah dann auch am nächsten Tag.

Laut §6 (1) Der Bundessatzung [1] muss mir der Beschluss in Schriftform zugestellt werden. (Ich habe den Passus der Bundessatzung unten noch einmal eingefügt)

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§ 6 – Ordnungsmaßnahmen

(1) Verstößt ein Pirat gegen die Satzung oder gegen Grundsätze oder Ordnung der Piratenpartei Deutschland und fügt ihr damit Schaden zu, so kann der Bundesvorstand folgende Ordnungsmaßnahmen anordnen: Verwarnung, Verweis, Enthebung von einem Parteiamt, Aberkennung der Fähigkeit ein Parteiamt zu bekleiden, Ausschluss aus der Piratenpartei Deutschland. Der Vorstand muss dem Mitglied vor dem Beschluss der Ordnungsmaßnahme eine Anhörung gewähren. Der Beschluss ist dem Mitglied in Schriftform unter Angabe von Gründen zu überstellen.
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Dies ist bis zum heutigen Tage (1.10.13) noch nicht geschehen.
Das Problem dabei ist, dass ich ohne ein Schriftstück nicht einmal das Schiedsgericht zur Klärung einschalten kann. Die normalen Rechtsmittel bleiben mir also verwehrt.

Also habe ich am 29.7.13 (10 Monate nach dem „Urteil“) den Landesvorstand angeschrieben und ihn aufgefordert, festzustellen und öffentlich bekannt zu machen, dass es keine Ordnungsmaßnahme gegen mich gegeben hat.
Als Antwort erhielt ich lediglich eine automatisierte Mail des RT, dass meine Anfrage unter der #85466 bearbeitet werde.
Am 13.8.13 habe ich erneut den Vorstand kontaktiert und unter Fristsetzung zum 26.8.13 aufgefordert die o.g. Feststellung zu treffen.
Wie erwartet, verhält sich der NRW Vorstand wie ein Telefonanbieter, bei dem man eine Stöung melden will: Man spielt toter Mann/Frau.

Nach erneutem Nachfassen durch eine von mir beauftragte Person hat mich der 1.Vorsitzende in einem Telefonat (Anfang September) informiert, dass er „in der LVor Sitzung heute Abend“ Zur Abstimmung stellen will, dass die Ordungsmaßnahme gegen mich mit sofortiger Wirkung aufgeboben wird.
Er hätte auch mit Udo Vetter darüber gesprochen und der hätte gesagt, die Satzung ist nicht eineutig, ob ich die Ordungsmaßnahme nun wirklich per Brief & Snailmail erhalten müsse…

Ich habe niemals eine Snailmail erwartet. Aber ich habe zu der Angelegenheit auch BIS HEUTE auch noch keine Mail des Vorstandes erhalten, die §6(1) der Landessatzung gerecht werden würde.
Und somit ist bis heute das „Urteil“ des LVor von vor einem Jahr immer noch nicht zugegangen.

Wie ist also der Stand der Dinge?
Gegen mich wurde in einem mehr als zweifelhaften Verfahren vor 12 Monaten eine „Ordnungsmaßnahme“ verhängt und über die Medien beit gestreut veröffentlicht. Die Möglichkeit von Rechtsmitteln wurde mir versagt, indem man mir das „Urteil“, anders als in der Satzung vorgeschrieben, nicht schriftlich zustellt.
In eine anderen Angelegenheit würden die Piraten laut über die Unrechtmäßigkeit aufschreien. Man könnte auch äußern, das es sich um eine gemeinschaftlich begangene Mobbing Aktion gegen ein unliebsames Vorstandsmitglied handelt… Aber ich werde mich hüten, einen solchen Vorwurf zu äußern.
An dieser Aktion haben sich nicht nur der alte Vorstand, sondern auch teilweise der neue Vorstand beteiligt. Der neue Vorstand allein durch die Tatsache, dass er es nicht einmal für nötig hält, mit mir Kontakt auf zu nehmen.

Wer immer nur mit dem Finger auf andere zeigt, kann sich nicht an die eigene Nase fassen. Mit dem Finger zeigen können Piraten schon ganz gut. Nun sollten sie auch lernen, sich an die eigene Nase zu fassen.
Und wer von anderen Verlangt sich an Recht und Gesetz zu halten, der sollte mindestens mit gutem Beispiel voran gehen.

Ich werde wieder mehr Zeit im realen Leben verbringen. Bedauerlich finde ich, dass ich viele nette Menschen kennengelernt habe, die viel Zeit und Arbeit in ihre Ideen einbringen und deren Einsatz ich nur bewundern kann.
Diesen Menschen wünsche ich viel Kraft für die weitere Arbeit. Vielleicht können sie ja doch noch „das Ruder herumreißen“.

Vielleicht begegnet man sich ja mal irgendwo zufällig.

Klaus Hammer

[1] http://www.piratenpartei.de/partei/satzung/

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Ergänzung 22.10.13:

Nachdem XtraTobi auf dem LPT in Bottrop das open Mike genutzt hat, um die Angelegenheit in den Focus zu rücken, ist etwas Bewegung in die Sache gekommen. Wobei ich dabei sagen muss, das ich Tobi nicht beauftragt habe das zu tun. Ich wusste noch nicht einmal was er vor hat. Sonst hätte ich ihn wohl davon abgehalten.
Ich war am Samstag auf dem LPT um noch einmal mit ein paar der Menschen zu sprechen, die ich schätzen gelernt habe in dieser Partei.
Nachdem die Durchsage verhalt war, kamen der 1.Vorsitzende, der PolGF und die Schatzmeisterin mit Mann zu Tobi um mit ihm zu sprechen. Nach einem Moment erkannten sie, dass ich ebenfalls dort bin (ich saß mit dem Rücken zu ihnen) Es ging bei dem nun folgenden Gespräch darum, dass der Vorstand sich immer noch in keinster Weise geäußert hat.

Die Aussagen waren Sinngemäß & stark verkürzt:
Pakki: Da steht noch eine Entscheidung des Vorstandes aus. Er hätte sich für mich stark gemacht die OM sofort zu beenden.

Worauf hin ich einwandt, das die OM ja laut Satzung noch nicht einmal ordentlich ausgesprochen wurde..

Ballerstädt: Was Du da vorhast, ist Formalfick und da haben wir keinen Bock drauf. Wir können auch eine Entscheidung des alten Vorstandes nicht so einfach aufheben. Wende Dich an das Schiedsgericht, die sollen das Entscheiden.

Pakki hat mir dann angeboten, mich bei der Klage vor dem Schiedsgericht zu helfen.

An dieser Stelle sollte nicht unerwähnt bleiben, dass der Mann der Schatzmeisterin sich permannent in das Gespräch einmischte und mir irgendwelche Vorwürfe vor die Füße warf. Auf meine Frage nach dem Grund seiner Einmischung in dieses Thema gab er stets „Transparenz“ an. Aha! Transparenz bedeutet also, ich darf überall mitreden? NEIN. Das heißt es sicherlich nicht. Aber wenn Piraten mit dem Transparenzbegriff öfter so umgehen, kann ich verstehen, warum einige andere politische Akteure darauf so allergisch reagieren. Überhaupt scheint er sehr oft erstaunlich gut über Vorstandsinterne Dinge informiert zu sein, zu denen andere Mitglieder keinen Zugang haben. Aber das ist wohl nur mein Eindruck und hat ganz bestimmt nichts mit Datenschutzverstößen zu tun…

Doch zurück zu meiner „OM“:
Mir stellt sich dabei nun die Frage ob evtl. der Unwillen die veröffentlichte und über die Medien verbreitete „OM“ aufzuheben darin begründet liegt, dass immerhin 3 Mitglieder des alten auch Mitglieder des neuen Vorstandes sind. Und ob es da nicht vielleicht doch einen kleinen Interessenkonflikt gibt.

Mir wurde seinerzeit ein „Schwerer Datenschutzverstoß“ vorgeworfen, weil ich Mails an Betroffene weitergegeben habe. Die Verurteilung erfolgte ausschließlich auf meiner Aussage. Auch ohne zu erfragen, ob das an mich privat gerichtete Mails waren oder Mails des Vorstandstrackers…

Zum Thema Datenschutzverstoß kann ich nur mal einen kleinen Tipp geben: Fragt mal beim LVor oder dem Schiedsgericht nach, ob gegen Person XY, gegen die Ihr einen OM beantragt habt, die OM ausgespochen wurde. Die Antwort wird immer gleich sein: Aus Datenschutzgründen dürfen solche Informationen nicht herausgegeben werden. (Wie z.B. die Information, ob wegen des #Gutachtengate OMs gegen den alten LVor erwirkt wurden, und in welchen Umfang.)

Warum also durfte der alte LVor die OM gegen mich als Pressemitteilung heraus geben, OMs gegen andere unterliegen aber dem Datenschutz? (Ja, Achim, Du hasst recht: Es wurde nicht an den Presseverteiler geschickt, aber an der gleichen Stelle veröffentlicht. Jeder Journalist, der sich über die Piraten informiert, wird regelmäßig dort nachsehen. zur Not mit Hilfe eines Google-Alert)

Zum Schluß für heute:
Ich habe inzwischen eine Mail als Antwort auf meine Anfrage beim LVor erhalten! Am 22.10.13. Nachdem ich mich mit pakki per Twitter noch einmal deutlich gefetzt habe… (Dabei ging es u.a. darum, dass Pakki im „Gespräch“ am Samstag, in dem „alles geklärt“ wurde, immer noch die Aussage vertrat, es gäbe „demnächst“ eine LVor Entscheidung zu meinen Gunsten und Ballerstädt ganz klar sagte, dass die Entscheidung klar gefallen wäre dass ich an das Schiedsgericht gehen soll. Sorry, aber bei solschen Aussagen fühle ich mich belogen.)
Da die Mail an mich direkt gerichtet ist veröffentliche ich sie hier. Allerdings nicht ohne den Absender zu entfernen. #Datenschutz, ihr wisst. 🙂

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Sehr geehrter Herr Hammer,

der Landesvorstand sieht derzeit keine Veranlassung, in dieser Angelegenheit tätig zu werden. Ihnen steht aber natürlich der Weg über eine Klage vor dem zuständigen Schiedsgericht offen.

Herzliche Grüße

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Kleine Anmerkung: Das „Sie“ in der Antwort ist schon lustig. Gerade in dieser Partei. DFas sit ja fast schon so, als würde mann bei der CDU jemandem mit „lieber Genosse“ antworten… 😀

Ich bin der festen Ansicht, dass ich diese Antwort noch immer nicht bekommen hätte, wenn Tobi nicht am Samstag auf dem LPT das Openmike genutzt hätte. Ich werde also jetzt den Weg vor das Landes Schiedsgericht gehen.

Und hier weiter berichten.

Klaus Hammer

Ich habe das Buch „Piraten auf falschem Kurs“[1] von @JoMenschenfreun gelesen. Hier meine Rezension ergänzt durch meine eigene Meinung:

Im Gegensatz zu einigen Piratenabgeordneten im Landtag NRW habe ich darauf verzichtet, das Buch nach den Autoren der Einleitung und des Nachwortes zu beurteilen stattdessen habe ich das Buch tatsächlich gelesen.

Das Buch teilt sich Thematisch in verschiedene Abschnitte, die immer wieder ineinander greifen. Das hat durchaus seinen Sinn, da viele der angesprochenen Punkte an den konkreten Beispielen belegt werden.

Hauptthema des Autors ist seine Mitarbeit in der AG Friedenspolitik und die dazu gehörenden Konflike innerhalb der Partei.
Zu den Inhalten und den gemachten Vorschlägen kann ch nichts sagen, da ich mich in meiner Zeit innerhalb der Partei mit anderen Theman auseinander gesetzt habe und somit die Inhalte der AG Friedenpolitik sowie der AG Außenpolitik nur aus der Ferne kenne. Die beschriebenen Vorschläge klingen, zumindest für mich, plausibel.

Immer wieder wird das in der Öffentlichkeit wichtigste Tool der Piartenpartei: LQFB angeschnitten. Wobei ich dem Autor voll zustimmen kann wenn er sagt, daß das Tool in seiner konkreten Ausprägung nicht für den Einsatz als flächenübergreifendes Meinungsbildungstool geeignet ist. Ich hatte selber das „Vergnügen“ mich mit LQFB zu beschäftigen und empfand die Bedienung (Neudeutsch: Useability) schlichtweg als katastrophal. Auch das vom Autor beschriebene Problem mit der geringen Beteiligung und der sogenannten Kettendelegation ist durchaus ein entscheidendes Problem. Besonders, wenn das Tool für eine Ständige Mitgliederversammlung eingesetzt werden soll.
Auch das Problem, das sich aus der Ablehnung von Delegierten ergibt, wird ausführlich besprochen. Ohne allerdings eine Lösung aufzuzeigen. (Was ich aber auch nicht erwartet habe.) Zumindest legt der Autor überzeugend und nachvollziehbar dar, warum der reine Versicht auf Delegierete nicht die ultimative Lösung für ein Basisdemokratisches Arbeiten und Abstimmen auf Parteitagen ist.

Wirklich interessant empfand ich die Abhandlung zum Thema: „Sollen Abgeordnete sich nach ihrer Meinung oder dem Parteiwillen entscheiden?“ Hier hat er einen Punkt zur Sprache gebracht, die ich persönlich auch nie auf dem Schirm hatte:
Abgeartnete, die über eine Landesliste in ein Parlament einziehen, werden wegen der Parteimeinung gewählt (Zweitstimme). Abgeordnete jedoch, die über das Direktmandat gewählt werden, werden wegen ihrer persönlichen Einstellung gewählt (Erststimme). Also sollten Abgeordete die über die Liste gewählt sind im Zweifel nach der Parteimaeinung abstimmen, Direktmandate nach ihrem Gewissen. (Das Ganze beißt sich leider mit der gesetzlichen Regelung) Allerdings sollten gewählte Abgeordnete sich die Mechanik hinter ihrem Mandat stets vor Augen führen und danahc handeln.

Speziell bei den Abgeordneten in den verschiedenen Landtagen ergibt sich ein sehr gemischtes Bild. Ich glaube, dass die Piraten überwiegend Menschen in die Parlamente entsandt haben, die ihre Aufgabe sehr ernst nehmen und auch sachlicher Kritik gegenüber aufgeschlossen sind. Das Bild in der Öffentlichkeit wird leider oftmals geprägt von den Abgeordneten, die sich ihrer herausgestellten Position nicht bewusst sind. Das mag für parlamentarische Neulinge durchaus in Ordnung sein. Allerdings hatte ich beim Einzug in das Düsseldorfer Parlament von einigen schon etwas mehr Professionalität erwartet. Vorallem, da die „Fehler“ der Berliner Fraktion ausgiebig durch die Medien gegangen ist.
Wenn aber nach inzwischen einem Jahr Arbeit in einem Parlament von einzelnen Abgeordneten immer noch die gleichen „Fehler“ begangen werden, hat das meiner Meinung nach schon fast etwas von Absicht.
Es gibt in dem Buch einige Beispiele, dich sich mit dem Thema Beeinflussung der Barteibasis duch Abgeordnete beschäftigen. Ich selbst hatte das „Vergnügen“ zwei dieser Beispiele selbst beizuwohnen. Der erste Fall war bei der Wahl zum pol.GF im LV NRW im Jahr 2012, bei dem eine entsprechende Wahlempfehlung für reichlich Verdruss gesorgt hat. Vorallem bei mir, als dem jenigen der unwerwünschterweise supportet wurde.
Der zweite Fall ereignete sich bei der Wahl zum pol.GF im Jahr 2013. Auch da hat sich ein(e) gewähle(r) Abgeordnete(r) per Twitter DM an Unterstützer eines Kandidaten gewandt und dirket Stimmung gemacht. „Wie kann man so einen Hater nur unterstützen? Du musst ja wissen, was Du tust.“
Da sich bei diesen Personen auch nachträglich keinerlei Unrechtsbewusstsein zeigt, zeigt mir, dass hier die falschen Personen in diese Positionen gewählt wurden.
Aber das sind, meiner Meinung nach, Ausnahmen.
Dass solche Dinge nicht nur bei in Parlamente gewählten Abgeordneten geschehen, ist eigentlich schon klar. Ich selbst habe in meiner kurzen Zeit als polGF Aussagen zu hören bekommen, wie: „wir aus xx haben Dich unterstützt und jetzt erwarten wir von Dir, dass Du hier etwas für uns…“
Den Vogel abgeschossen hat jedoch ein Mitglied des alten Bundesvorstandes, das im Zusammenhang mit der Gründung der UG-Firma anrief und mir unmissverständlich klar machte, dass eine Entscheidung Pro UG-Firma durchaus ein PAV gegen mich zur Folge haben könnte. Soweit mir gesagt wurde, hat diese Person auch die anderen Mitglieder des alten LVor angerufen und ähnliches geäußert.

Fazit: Ich empfand das Buch insgesamt als durchaus lesenswert. Wenn man bereit ist, sich darauf ein zu lassen eine kritische Meinung zu hören und Kritik als Möglichkeit zur positiven Weiterentwicklung nutzen möchte.
Ich konnte dem Autor nicht in allen Punkten zustimmen. Insbesondere die recht ausführlichen Kapitel rund um die AG Friedenspolitik sind für jemanden, der nicht dabei war und nicht im Thema steckt schwer nachvollziehbar. Allerdings zeigen sie ein Grundsätzliches Problem auf.
Insgesamt zeigt das Buch strukturelle Fehler auf und gibt durchaus Lösungsansätze über die man sprechen könnte. Natürlich nur, wenn man Personen nicht mit einem pauschalen Bann versieht. Einem Bann, der jeden diskreditiert, der mit dieser Person spricht.
Das ist eine Vorgehensweise, die ich bei den Piraten nicht erwartet hätte und die ich zutiefst abstoßend empfinde. Insbesondere da man sich mal auf die Fahnen geschrieben hatte jeden guten Vorschlag, egal von wem, zu nutzen.

Klaus Hammer

[1] http://www.xinxii.de/piraten-auf-falschem-kurs-p-345546.html

Datum Heim Gast Ergebnis Heim Gast
17.08.2013 15:30 VfB Stuttgart : Bayer 04 Leverkusen 0:1 (0:1) 0 2
17.08.2013 15:30 VfL Wolfsburg : FC Schalke 04 4:0 (0:0) 2+3 0
17.08.2013 15:30 SV Werder Bremen : FC Augsburg 1:0 (1:0) 2 0
17.08.2013 15:30 Sport-Club Freiburg : 1. FSV Mainz 05 1:2 (0:0) 0 2
17.08.2013 15:30 Hamburger SV : 1899 Hoffenheim 1:5 (1:1) 0 2+3
17.08.2013 15:30 Eintracht Frankfurt : FC Bayern München 0:1 (0:1) 0 2
17.08.2013 18:30 M’gladbach : Hannover 96 3:0 (1:0) 2+2 0
18.08.2013 15:30 1. FC Nürnberg : Hertha BSC 2:2 (1:0) 1 1
18.08.2013 17:30 Borussia Dortmund : Eintracht Braunschweig 2:1 (0:0) 2 0

Tabelle

Platz Club Tore TD* Punkte
1 Hertha BSC 8:3 5 7
2 Borussia Dortmund 6:1 5 7
3 1899 Hoffenheim 7:3 4 6
4 Bayer 04 Leverkusen 4:1 3 5
5 FC Bayern München 4:1 3 5
6 VfL Wolfsburg 4:2 2 5
7 1. FSV Mainz 05 5:3 2 4
8 SV Werder Bremen 2:0 2 4
9 Borussia Mönchengladbach 4:3 1 4
10 Hannover 96 2:3 -1 3
11 1. FC Nürnberg 4:4 0 2
12 FC Schalke 04 3:7 -4 1
13 Hamburger SV 4:8 -4 1
14 VfB Stuttgart 2:4 -2 0
15 Eintracht Braunschweig 1:3 -2 0
16 Sport-Club Freiburg 2:5 -3 0
17 FC Augsburg 0:5 -5 0
18 Eintracht Frankfurt 1:7 -6 0

So langsam werden die Unterschiede zur offiziellen Tabelle deutlich.

Datum Heim Gast Ergebnis Heim Gast
09.08.2013 20:30 FC Bayern München : M’gladbach 3:1 (2:1) 2+1 0
10.08.2013 15:30 Bayer 04 Leverkusen : Sport-Club Freiburg 3:1 (1:1) 2+1 0
10.08.2013 15:30 Hannover 96 : VfL Wolfsburg 2:0 (1:0) 2+1 0
10.08.2013 15:30 1899 Hoffenheim : 1. FC Nürnberg 2:2 (1:0) 1 1
10.08.2013 15:30 FC Augsburg : Borussia Dortmund 0:4 (0:1) 0 2+3
10.08.2013 15:30 Hertha BSC : Eintracht Frankfurt 6:1 (2:1) 2+4 0
10.08.2013 18:30 Eintracht Braunschweig : SV Werder Bremen 0:1 (0:0) 0 2
11.08.2013 15:30 1. FSV Mainz 05 : VfB Stuttgart 3:2 (1:1) 2 0
11.08.2013 17:30 FC Schalke 04 : Hamburger SV 3:3 (2:2) 1 1

Tabelle

Platz Club Spiele S* U* N* Tore TD* Punkte
1 Hertha BSC 1 1 0 0 6:1 +5 6 CL*
2 Borussia Dortmund 1 1 0 0 4:0 +4 5 CL*
3 Bayer 04 Leverkusen 1 1 0 0 3:1 +2 3 CL*
FC Bayern München 1 1 0 0 3:1 +2 3 CL*
5 Hannover 96 1 1 0 0 2:0 +2 3 EL* Qual.
6 1. FSV Mainz 05 1 1 0 0 3:2 +1 2 EL* Qual.
7 SV Werder Bremen 1 1 0 0 1:0 +1 2
8 FC Schalke 04 1 0 1 0 3:3 0 1
Hamburger SV 1 0 1 0 3:3 0 1
10 1. FC Nürnberg 1 0 1 0 2:2 0 1
1899 Hoffenheim 1 0 1 0 2:2 0 1
12 VfB Stuttgart 1 0 0 1 2:3 -1 0
13 Eintracht Braunschweig 1 0 0 1 0:1 -1 0
14 Borussia Mönchengladbach 1 0 0 1 1:3 -2 0
Sport-Club Freiburg 1 0 0 1 1:3 -2 0
16 VfL Wolfsburg 1 0 0 1 0:2 -2 0 Relegation
17 FC Augsburg 1 0 0 1 0:4 -4 0 Abstieg
18 Eintracht Frankfurt 1 0 0 1 1:6 -5 0 Abstieg

Nach dem ersten Spieltag sieht die Tabelle natürlich genau so aus, wie die offizielle Tabelle, allerdings sind Herta und Dortmund deutlich weiter vorn als wenn sie nur die Punkte für den Sieg bekommen hätten.

Ich bin gespannt auf die nächste Woche….

(Die Punktezählung basiert auf diesem Artikel.)

Vorweg: Ich bin kein großer Fußball-Fan.

Aber vielleicht kann ich mich gerade deshalb recht emotionslos  dem Thema nähern…

Was mir auffällt ist, dass viele Spieltage keine große Spannung bieten und dass unter Umständen eine Saison schon Spieltage vor Schluß entschieden sein kann.
Da eine siegreiche Manschaft lediglich max. 3 Punkte holen kann, ist die Tabelle recht berechenbar.

Ursprünglich sollte dies durch die 3-Punkte Regel beseitigt werden. Doch das Gegenteil ist der Fall. Meine (subjektive) Beobachtung ist, dass Mannschaften, die 2.0 führen geistig schon mal in die Kabine gehen und Mannschaften die sich mühsam einen Ausgleich erkämpft haben aus Angst den einen Punkt auch noch abgeben zu müssen nicht auf Angriff sondern auf halten spielen.

Für den Zuschauer eine eher langweilige Sache. Besonders bei Spielen, die recht früh 1:0 stehen und wo dann den Rest der Zeit nix mehr passiert.

Wenn dann, wie in der letzten Saison, schon viele Spieltage vor Ende der Saison feststeht, wer den Titel holt, wird der Wettbewerb schlichtweg langweilig.

Aus diesem Grund habe  ich mir überlegt, wie man zum einen den Anreiz Tore zu schießen erhöht und gleichzeitig der Tabelle mehr Dynamik verpasst. So dass selbst ein 4Punkte Vorsprung am letzten Spieltag noch vom Verfolger aufgeholt werden kann.

Das gegenwärtige System gibt einem siegreichen Team die Möglichkeit 3 Punkte für die Tabelle zu erwerben. Bei einem Unentschieden bekommt jede Mannschaft 1 Punkt.

Somit kann eine Mannschaft max. 102 Punkte bekommen. (wenn sie alle Spiele gewinnt.)

Da bei jedem Spiel max. 3 Punkte zu erwerben sind könnte eine Mannschaft, die die Hinrunde komplett gewonnen hat und in der Rückrunde das erste Spiel auch, bereits den Titel für sich beanspruchen, wenn sie danach bei jedem Spiel wenigstens unentschieden spielt.

Meine Meinung nach sind diese max. 3 Punkte das Problem.

Also folgender Vorschlag:

Spiel verloren: 0 Punkte

Unentschieden: 1 Punkt für jede Mannschaft

Spiel gewonnen: Mindestens 2 Punkte (hier wird es interessant. s.u.)

Wenn eine Mannschaft ein Spiel, mit der gerade notwendigen Anzahl Tore die für einen Sieg notwendig sind, gewonnen hat bekommen sie 2 Punkte.

Beispiele:

1:0

2:1

5:4

Mannschaft 1 würde in allen drei Beispielen 2 Punkte bekommen. Mannschaft 2 keine Punkte.

Wenn eine Mannschaft jedoch mehr Tore schießt als notwendig, bekommt sie für jedes ZUSÄTZLICHE Tor einen zusätzlichen Zählpunkt.

2:0 -> 3 Punkte

4:1 -> 4 Punkte

6:4 -> 3 Punkte

Entsprechend können die Tabellenplätze viel dynamischer tauschen und Mannschaften auch größere Rückstände noch ausgleichen.

Die Punkte für verlorene oder unentschiedene Spiele bleiben wie bisher.

Als kleines Experiment werde ich in dieser Spielzeit hier eine eigene Ergebnisliste und Tabelle posten. Mal schauen, wie sich das ganze entwickelt.

(Wobei die Mannschaften ja noch nicht mit dem Bewusstsein spielen, dass sie durch mehr Tore mehr Punkte holen können)

Seit ich 1985 18 Jahre alt wurde, habe ich an jeder Wahl teilgenommen. Jede Bundestags-, Landtags-, Kommunal-, oder Bürgerweistewahl. Jedes mal bin ich meinem Recht nachgekommen, Einfluss ausüben zu können.

Ich habe mich bei meinen Wahlentscheidungen nie von Vorgaben leiten lassen. So Sätze, wie „Du musst SPD wählen, weil Du bist ja Arbeiterkind/Arbeiter“ fand ich schon immer beschissen.

Ich habe im Laufe der Jahre sowohl der SPD als auch der CDU schon einmal meine Stimme gegeben. Selbst die FDP hat mich einmal davon überzeugen können, sie wäre eine würdige Vertreung für mich. Sehr häufig habe ich aber den Grünen meine Stimme gegeben. Erschienen sie doch als deutlich jünger und näher am Leben als die anderen Parteien. Auch die Linke hatte, kurz nach dem Zusammenschluss (PDS/WASAG) ein paar Ansätze, die es in meinen Augen wert gewesen sind, stärkere Beachtung zu finden.

Ich habe immer daran geglaubt, dass das System Demokratie, wie wir es hier praktizieren, einen echten Einfluss möglich macht. Doch in den 24 Jahren von 1985 bis 2009 hat sich nicht nur für mich, sondern für die meisten Menschen, das Leben immer weiter verschlechtert. Die o.g. Parteien überboten sich gegenseitig in Vorschlägen wie alles besser werden könnte, waren aber bei genauerer Betrachtung lediglich daran interessiert, den eingeschlagenen Weg weiter zu gehen.

Einen Unterschied zwsichen einer Rot/Grünen oder Schwarz/Gelben Regierung vermag ich nicht mehr zu erkennen. Ganz im Gegenteil. Besonders in Zeiten von Rot/Grün im Bund ist die Enteignung der Bürger sowie die massenhafte Unterschlagung vom Volkseigentum durch „Privatisierung“ gefühlt sogar noch scheller vonstatten gegangen. Möglicherweise, weil die Menschen immer noch den „SPD=Arbeiterpartei“ nimbus im Kopf haben.

Als ich dann 2009 auf die Piratenpartei aufmerksam wurde, dachte ich mir, dass hier endlich eine Lösung des Demokratieproblems liegt.

„Mitmachpartei“, „Basisdemokratisch“ – Vokabeln die mir das Gefühl gaben, hier liegt eine Chance das System „von innen heraus“ zu reformieren. Besser zu machen. Wieder den Weg zu einer Politik für die Menschen einzuschlagen.

Nun, nach 4 Jahren in dieser Partei bin ich überzeugt, dass die Piraten den Weg der Grünen nehmen. Nur dass sie dabei schneller sind. Das mag u.a. an den veränderten Kommunikationsmöglichkeiten liegen, aber auch an der Tatsache, das die Partei in den letzten 2 Jahren enorm schnell gewachsen ist. Das hat natürlich auch Pöstchenjäger und Spinner angezogen.

Als der Bundesparteitag letztens beschlossen hat, nicht zahlende Mitglieder „um die Arbeit der Verwaltung zu erleichtern“ faktisch aus der Partei ausgeschlossen werden sollen, war wohl auch der Punkt „Mitmachpartei“ dahin.

Von den „Leistungen“ des Bundes- und dem für mich zuständigen Landesvorstand möchte ich hier noch nicht einmal reden. Das würde diesen Artikel sprengen.

Letztlich sehe ich auch in der Piratenpartei keine Alternative für eine Wahl.

Das Problem das ich habe: Ich halte das System der Parteiendemokratie für hochgradig fehlerhaft und korrupt.

Gäbe es eine Möglichkeit, bundesweite Direktkandidaturen zu wählen und zwar mit „n“ Stimmen, dann würde ich bestimmt ganz vielen Menschen aus verschiedenen Gruppierungen eine Stimme geben. Denn ich sehe, dass es in allen Parteien und Gruppierungen einzelne Menschen gibt, die sich wirklich um Problemlösungen kümmern und nicht von irgendwelchen Ideologien geblendet sind.

Doch oftmals können diese Menschen aufgrund der Parteienstrukturen keine Lösungsansätze liefern.

Also habe ich nur die Möglichkeit Scheinideologien zu wählen. In der Hoffnung, dass die dann gewählten sich dann nach der Wahl noch daran erinnern welche Ideologie sie vor der Wahl vertreten haben.– Sie tun es nicht.

Also habe ich mich entschieden, dieses mal der größten Gruppe meine Stimme zu geben. Der Gruppe von Menschen, die dieser korrupten, von Industrieinteressen zerfressenen Scheindemokratie keine weitere Legitimation durch eine Wahl geben wollen. Die Nichtwähler.

Nach 28 Jahren werde ich mein Recht auf Nichtwahl wahrnehmen.

Und an alle, die mir jetzt mit „so kannst Du nichts ändern“ kommen: Das Kreutzchen ändert auch nichts. Nur dass sich die gewählten Volksverräter hinstellen und davon schafeln dürfen, alle ihre Enstcehidungen wären schließlich demokratisch legitimiert.

Nicht mehr von mir.

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Nachtrag vom 11.9.2013

Es wird immer klarer: Die Merkelregierung muss weg. Daher kann die Empfehlung nur lauten:

Geht Wählen!

Egal was. Nur nicht CDU oder FDP.
Ich habe mich inzwischen überzeugen lassen, dass jeder der nicht wählt, das Stimmgewicht der Wählenden verstärkt.

-> Wenn von den 100% Wahlberechtigten 50% nicht wählen und von den verbliebenden 50% nur 40% die CDU wählen, ist sie wieder stärkste Partei. (Wobei das nur 20% der Wahlberechtigten entspricht.)

Jede weitere Stimmabgabe für IRGENDEINE Partei schwächt also das CDU FDP Lager.

Was aber, wenn womöglich 6Parteien in den Bundestag kommen?

PRIMA! Dann kann niemand einfach durchregieren oder mit einer 2Parteienkoalition machen was Er/Sie will. Dann sind alle Vertretenen Parteien gezwungen, gemeinsame Lösungen zu finden.

Also wählt nicht, wenn Ihr für absolut Regierunsfähig haltet, sondern wählt, von wem Ihr hofft nach der Wahl am wenigsten beschissen zu werden.

ALSO: Am 22.September Wählen!

Und ab 23.September den Gewählten in den Arsch treten, für jedes Wahlversprechen, das nicht eingehalten wurde…